Schwitzen, schwitzen, schwitzen

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Ja, die letzten Tage haben wir wirklich viel Schweiss verloren und dies nicht nur beim Olympia schauen. Bevor allerdings die ersten Ski Alpin Rennen von Olympia stattfanden, sind wir wieder weitergefahren. Wir haben uns fast komplett auskuriert und konnten so mit gutem Gefühl wieder weiterziehen. Da wir allerdings keine Lust hatten die 15km mit einigen Höhenmetern wieder zurück zur Strasse zu fahren, haben wir uns am morgen nach einem Transportbus umgeschaut. Dies funktioniert in dem man immer wieder irgendjemanden fragt, wo denn jetzt diese Busse fahren. Es sind Pick-ups, wo man einfach hinten einsteigt und die an allen möglichen Strassenecken halten. Zu unser grossen Freude werden wir schnell fündig und da wir zufällig bei der ersten Station einsteigen und der Busfahren noch sein Frühstück essen will, haben wir gut Zeit all unsere Taschen und die Räder einzuladen.

Alles hat Platz

Gekostet hat die knapp 30 minütigen Fahrt inkl. allem Gepäck nur 1.50 CHF pro Person. Das hat sich definitiv gelohnt und all unsere Mitreisenden sind auch sehr hilfsbereit als wir aussteigen wollen und einige Minuten brauchen um alles auszuladen. So fahren wir zufrieden über diesen Transporterfolg los. Wir haben bereits gehört, dass die nächsten etwa 30km von vielen Baustellen geprägt sind. Das haben wir schon länger nicht mehr erlebt, aber es kommt uns eigentlich gerade entgegen. Denn so müssen auch alle Autofahrer eher langsam fahren und die Schotterpisten sind ganz gut fahrbar. Nur der ganze Staub ist etwas unangenehm zum einatmen. Am Mittag kommen wir beim Abzweiger nach San Augustin, einer kleinen Stadt am Meer, an. Zuerst beschliessen wir diese 10km nicht mehr ans Meer zu fahren, sondern noch etwas weiter zu kommen und suchen uns einige  Minuten später ein Mittagessen. Wir finden ein kleines Restaurant und beim überlegen, wo wir denn nun hinfahren möchten, merken wir, dass sich dieses San Augustin wohl doch lohnt. Es hat einen sehr kleinen Campingplatz von Holländern geführt direkt am Meer und so fahren wieder ein wenig zurück und nehmen die Strasse runter nach San Augustin. 

Was für ein Platz

Es hat sich definitiv gelohnt. Der Camping ist eigentlich einfach im Garten des Paares direkt am Meer und wunderschön. Wir treffen noch ein Overlander mit Zürchernummer und geniessen den Nachmittag mit Baden und in der Hängematte liegen. Die Hitze ist nämlich langsam wirklich unausstehlich am Nachmittag und wir sind froh, sind wir nicht mehr weitergefahren. Am späteren Nachmittag kommen auch noch Sara, Han und Leti und wir verbringen den Abend zusammen mit Kochen in der Gemeinschaftsküche und zu Simons grosser Freude bekommen wir noch frischen Fisch von unseren Campingnachbarn. Wir beschliessen gleich wieder einen Pausetag einzulegen, denn dieser Ort ist wirklich ein kleines Paradies.

Sonnenaufgang
Blick von Oben
San Augustin
Drohnenpilot

Simon geht am Morgen schnorcheln und ich telefoniere etwas nach Hause.

Den Nachmittag verbringen wir mit Baden, lesen und chillen. So ist das Reisen wirklich gemütlich. Etwas schweren Herzens ziehen wir am nächsten Tag weiter, aber wir können ja nicht für immer an diesem Strand bleiben und es kommen sicher noch weitere schöne Orte. Wir versuchen wieder einen Transport zurück an die Strasse zu finden, aber dieses Mal hat es leider keine Busse. Also fahren wir einfach mal los und halten den Finger hoch, wenn ein Pick-up durchfährt, nur leider kommen fast keiner. Auf halber Strecke pfeift die Luft aus meinem Vorderrad und wir müssen eine Flickpause einlegen. Danach strampeln wir die Höhenmeter wieder zurück auf die Hauptstrasse und weiter gehts. Es ist nun schon am Morgen sehr heiss, aber als wir nach dem Mittagessen zwischen 13.00 und 14.00 Uhr zu unserem nächsten Tagesziel fahren, ist die Hitze wirklich unerträglich. Die Strasse kennt auch nur noch hoch oder runter und ist oft in der prallen Sonne. So sind wir wirklich froh, als wir bei einem weiteren kleinen Camping ankommen. Der Besitzer begrüsst uns freundlich und wir sind die einzigen Gäste. Nach einer Pause in der Hängematte laufen wir zum Strand. Leider müssen wir hier Eintritt für den Strandzugang bezahlen, was uns im ersten Moment etwas ärgert. Nun sind wir aber schon da und möchten uns den Strand nicht nehmen lassen.

Das Bezahlen hat sich gelohnt

Das Baden im Meer macht Spass, ist aber auch anstrengend, da man hier nun den rauen Pazifik zu spüren bekommt mit vielen Wellen. In einem Restaurant gönnen wir uns noch ein Bier und gehen danach wieder zurück zum Camping. Dort kochen wir unsere Pasta mit Tomatensauce und Zwiebeln, da wir leider sonst kein Gemüse gefunden haben. Beim Eindunkeln kommen die Moskitos auf und ich werde leider wiedermal in sehr kurzer Zeit komplett zerstochen. Also ab ins Zelt und so ist bereits um 20.00 Uhr Nachtruhe. 

Simon wollte allerdings nicht umsonst so früh ins Bett, denn am nächsten Morgen klingelt der Wecker bereits um 4.30 Uhr. Es ist Olympia Abfahrt der Männer und das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Super glücklich nach dem Sieg von Franjo von Allmen stehen wir dann auf und packen unsere sieben Sachen. Es hat sich gelohnt, denn so sind wir früh unterwegs und die Hitze ist noch auszuhalten. Diesmal ist der Weg zurück an die Strasse kurz, aber dafür sehr steil. Wir sind vermutlich das erste Mal eine 17% Steigung hochgeradelt und ja, das war sehr steil! Am Morgen können wir gut vorwärts fahren und sind ab und zu sogar noch im Schatten, was uns sehr entgegen kommt. Die letzten Tage haben wir immer am Strassenrand in einem kleinen Restaurant Mittag gegessen. So auch diesmal. Meistens gibt es gefüllte Tortillas mit Bohnen, Käse und einer Fleischsorte oder auch mal ein Schnitzel mit Reis. Das Essen ist jedenfalls nach wie vor sehr gut. Heute haben wir keinen Camping im Blick sondern ein Strand zum Wildcampen. Als wir da ankommen hat es dennoch ein paar Palapas und ein kleines Restaurant. Wir fragen, ob es in Ordnung ist, wenn wir hier am Strand zelten und es ist kein Problem. Wir gönnen uns noch ein Bier und verbringen den restlichen Nachmittag wieder mit Baden und im Schatten liegen.

Gute Abkühlung nach dem Fahren in der Hitze

Wir werden noch von Joel angesprochen. Er ist auch ein passionierter Radfahren und gibt uns gleich seine Nummer und die Nummer seines Freundes, Javier, der immer wieder Fahrradfahrer in Salina Cruz hostet.

Joel

 

Super Schlafplatz

Der Abend ist super ruhig. Diesmal gibt es nur noch Kartoffelstock, denn wir haben keinen Laden gefunden und dies ist unsere „Notfallnahrung“. Dennoch ist es sehr gut und wir gehen zufrieden schlafen. Es ist ein sehr ruhiger Ort ohne Hunde oder einen Hahn, der uns weckt. Dennoch stehen wir früher auf als sonst, damit wir nicht in der Nachmittagshitze fahren müssen.

Morgenstimmung
Sonnenaufgang

Wir frühstücken zum Sonnenaufgang und als die Fischer kommen packen wir bereits zusammen. Wir möchten heute bis nach Salina Cruz kommen und von dort mit dem Bus nach San Cristobal de las Casas fahren. Wir kommen gut vorwärts und haben 2-3 längere Anstiege dazwischen. Meine Kräfte sind aber nicht ganz 100% da und ich bekomme früh wieder Hunger. Also gibts um 10.00 Uhr ein zweites Frühstück in einem Restaurant und anschliessend können wir den letzten Hügel gut in Angriff nehmen.

Blick auf die Bucht
Blick auf die nächste Bucht

Danach wäre es eigentlich nur noch 15km Flach bis Salina Cruz, aber ab hier zieht der berühmte Wind auf. Es bläst schön von vorne und wir kommen nur halb so schnell vorwärts. Eine Tankstelle ist ein guter Pauseort und wir trinken wie oft in den letzten Tagen ein Gatorate, um unsere Elektrolyten aufzufüllen. Wir schaffen es im Schneckentempo gegen den Wind nach Salina Cruz und gehen direkt zur Busstation. Eigentlich wollten wir noch in der selben Nacht einen Bus nach San Cristobal de las Casas nehmen, aber leider ist er bereits ausgebucht und die nächstmögliche Verbindung ist am nächsten morgen um 11.30 Uhr. Die Stadt hat nicht viel zu bieten, aber wir finden eine kleine Bäckerei und geniessen einen Kaffee mit Kuchen.

Super Z’vieri

Lustigerweise sehe ich in der Whatsappgruppe für Radfahrende in Mexiko die Nummer von Javier, welche mir gestern Joel gegeben hat. Also schreibe ich ihm kurzfristig und frage, ob er uns für eine Nacht beherbergen könnte. Sofort kommt sein Standort, wir sollen einfach kommen. Also fahren wir die 2.5km zu seinem Haus nur leider nochmals über einen Hügel und hier sind die Strassen nun so steil, dass ich mein Rad stossen muss. Wir treffen bei seinem Schrebergarten ein und finden Javier mit seinen Freunden und Frau beim sonntäglichen Bier trinken vor. Es ist ein lustiger Nachmittag. Wir werden sehr herzlich empfangen, erhalten Bier und Fisch aus dem Ofen und reden viel übers Radfahren.

Unser Host Javier
Ein windstiller Schlafplatz

Der Wind wird allerdings immer stärker und so können wir unmöglich unser Zelt im Garten aufstellen. Wir dürfen aber unsere Matten im seinem Schrebergartenhäuschen auslegen und können so gut geschützt schlafen. Nachdem sich alle verabschiedet haben, nutzen wir ausnahmsweise den vorhanden Fernseher und schauen zu Simons Freude das letzte Viertel des Super Bowls. Als Simon in seinem Austauschjahr war, haben die Seahawks bereits gewonnen und wurden so zu seiner Lieblingsmannschaft. Dementsprechend war die Freude gross konnten sie das Spiel gewinnen. Am nächsten morgen essen wir unsere Tortillas mit Nutella und Peanut Butter und trinken einen kalten Kaffee.

Teamkombi geniessen

Javier kommt nochmals vorbei und plaudert eine Runde mit uns bis wir uns verabschieden und Richtung Busbahnhof fahren. Diesmal nehmen wir die Hauptstrasse um den Hügel und sparen uns so die steilen Strassen. Beim Busbahnhof treffen wir Leti, Sara, Gab und Han. Sie wollten ebenfalls auf den selben Bus nur leider ist er bereits ausgebucht und so müssen sie bis 17.00 Uhr warten. Wir können die Räder ohne Problem ins Gepäckfach stellen und fahren 8 Stunden Bus. Manchmal beobachten wir die schöne Landschaft und sehen den starken Wind und die vielen Höhenmeter und dösen dann gemütlich vor uns hin und sind froh, müssen wir diese Strecke nicht selber strampeln.

Es windet stark und viel

Um etwa 19.30 Uhr kommen wir in San Cristobal an und bereits auf der kurzen Fahrt zu unserem Hotel sehen wir viele kleine Restaurants, Bäckereien und Läden. Es scheint eine sehr schöne, kleine Stadt zu sein mit vielen ausländischen Touristen. Ohne Probleme können wir unsere Velos in unser Zimmer stossen und sind froh endlich am Ziel angelangt zu sein. Da wir zu müde sind um nochmals in die Stadt zu gehen, beschliessen wir unsere Ramen zu essen. Doch als wir in der Küche auf zwei Schweizer treffen, die gerade Pasta mit Tomatensauce kochen, laden sie uns ein mit ihnen mit zu essen. Das war super, so mussten wir nicht mal kochen und erhielten ein sehr feines Abendessen mit spannenden Gesprächen wiedermal auf Schweizerdeutsch. Danach gingen wir glücklich und zufrieden ins Bett. 

Valentinstag Deko überall

Den ersten Tag in San Cristobal de las Casas verbringen wir mit einem feinen Frühstück in einem kleinen Restaurant. Man merkt den internationalen Einfluss hier sehr, denn das Essen ist hervorragend und sehr gesund. Danach schlendern wir durch das kleine und sehr nette Zentrum und suchen einen Einkaufsladen. Doch hier funktioniert einkaufen etwas anders und so holen wir das Brot beim Bäcker, den Käse in der Käserei, die Früchte im Früchteladen, die Milch in einem Kiosk und den Honig in einem Bioladen. Willkommen im mexikanischen Einkaufsstil. Vollgepackt gehen wir zurück ins Hotel und geniessen unsere Dachterasse. Wir machen eine Siesta, essen all unsere feinen Einkäufe zum Mittag und gehen um 16.00Uhr wieder ins Zentrum, um an einer Free Walking Tour teilzunehmen. Das sind Touren in Städten, die nur auf Trinkgeld basieren. Es gibt immer einen Richtwert, hier 10.- CHF, aber am Ende der Tour gibt jeder soviel wie er kann. 

Eine von vielen Kirchen
Farbenfroh

Wir haben einen super spannenden Guide, der selber hier nach San Cristobal kam, um sich den Zapatisten anzuschliessen. Dies war (ist) eine überwiegend indigene Gruppierung, welche sich vor allem in den 90er Jahren gegen die Unterdrückung wehrte und 1994 mit einem bewaffneten Aufstand San Cristobal de las Casas eroberte. Seine Geschichten sind sehr spannend, er weiss unglaublich viel über die Stadt und scheut nicht auch politisch eine klare Meinung zu vertreten. So auch die Erwähnung der Half Time Show aus dem Super Bowl und der unglaubliche Stolz, dass alle Länder Amerikas aufgezählt wurden. 

Wiederstand

Ebenfalls sehr spannend ist die Tatsache, dass San Cristobal ein grosses Problem mit der Wasserverschmutzung hat. Der Hauptgrund dafür ist leider der Grosskonzern Coca Cola. Sie haben hier in den umliegenden Bergen die Wasserrechte „gekauft“ und pumpen unglaublich viel Wasser ab. So hat die Stadt, welche für die Grösse auch zu viele Einwohner hat, zu wenig Wasser und das Abflusssystem funktioniert nicht richtig. Das Tragische an der Situation ist aber auch, dass gerade in Mexiko und vor allem die Menschen hier in Chiapas unglaublich viel Coca Cola konsumieren. Anstelle eines Boykots werden in dieser Gegend (laut unserem Guide) im Durchschnitt 2.5 Liter Cola pro Tag konsumiert. 

Viel Protest durch Grafity
Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Neben vielen Informationen und Geschichten dürfen wir auch einen Kaffee degustieren, der wirklich ausgezeichnet ist und am Schluss noch Pox, ein alkoholisches Getränk aus Mais und vielem mehr. Es schmeckt uns sehr gut, vor allem die Variante mit Schokolade. Nach dieser super Tour haben wir grossen Hunger und geniessen wiedermal die internationale Küche und essen ein ausgezeichnetes koreanisches Abendessen. 

Am nächsten Tag machen wir einen richtig klassischen Touristenausflug. Wir werden beim Hotel abgeholt und fahren zum Cañón del Sumidero. Wir können die grosse Schlucht zuerst von oben bestaunen und anschliessend eine Bootsfahrt durch den Cañón machen.

1000 Meter Schlucht
Phänomenale Aussicht

Vom Boot können wir Vögel, Krokodile und Affen bestaunen. Anschliessend haben wir noch etwas Zeit im Dorf Chiapa de Corzo und werden dann wieder zurück nach San Cristobal gefahren. Es war ein toller Ausflug aber das viele Autofahren sind wir uns schon nicht gewöhnt. 

verschiedene Vogelarten
Kleines Krokodil
Grosses Krokodil
Mono de Araña
Wer erkennt das Tier?
Das wohl kräftigste Tier

Zum Abendessen treffen wir vielleicht zum letzten Mal für einige Zeit Sara, Gab, Han und Leti. Die Belgier werden jetzt Richtung Cancun weiterreisen und dort Familie treffen und Leti und wir gehen weiter in Richtung Guatemala. Es war ein gemütliches Abendessen nur hat Simon leider etwas aufgelesen und geht dann frühzeitig zurück ins Hotel. Ich schliesse mich Leti und zwei Freunden von ihr noch an und wir trinken etwas zusammen. Danach gehen auch ich zeitlich ins Bett. Leider war Simons Nacht etwas turbulent, aber zum Glück wird es gegen den Morgen wieder besser und er hat wohl einfach nur etwas falsches gegessen. So gehen wir diesen Tag vorsichtig an. Wir essen ein sensationelles Brot zum Frühstück und geniessen nun die Sonne auf der Dachterrasse. Wir verbringen den Rest des Tages gemütlich im Hostel. Am Nachmittag laufen wir etwas durchs Dorf, essen ein Crêpes in einem kleinen Kaffee und nutzen die vielen Spiele vor Ort. So verbringen wir den Nachmittag mit Rumikub spielen.

Gemütlicher Nachmittag

Anschliessend schaffen wir es noch auf einen Hügel zu einer Kirche und geniessen die Aussicht. Heute kochen wir unser eigenes Abendessen im Hostel und sind froh, ist Simons Magen wieder ruhig. Wir haben noch eine Nacht verlängert und können so am nächsten Morgen gemütlich ausschlafen. Ich habe schon lange nicht mehr länger als 8.00 Uhr geschlafen und bin ganz erstaunt als ich erst um halb Zehn aufwache. Zum Frühstück treffen wir drei Fahrradfahrer. Mark, Linda und ihr Freund Bryan sind heute in San Cristobal angekommen. Nun zeigt sich einmal mehr wie unglaublich klein die Fahrradwelt ist. Kann sich jemand erinnern, dass wir in Alaska bei Kim und Laurice übernachtet haben? Sie leben in Delta Junction und wir verbrachten zwei wunderbare Nächte in ihrem kleinen Häuschen. Kim hat uns hauptsächlich eingeladen, weil er weiss wie Fahrradreisende froh sind darum, da sein Bruder viel unterwegs ist. Mark ist dieser Bruder von Kim und als ich seine Nachrichten in der Whatsapp Gruppe sah, wusste ich bereits, wie cool es wäre sie zu treffen. Hier sind wir nun, sie fahren von Guatemala City nach Mexico City und wir Richtung Süden. Was für ein wunderbares Kennenlernen. Wir verbringen mehrere Stunden beim Kaffee und erzählen uns alles mögliche über unsere Reisen.

Neue Freunde Bryan, Linda und Mark

Am frühen Nachmittag verabschieden wir uns und verabreden uns aber sogleich noch zum Abendessen. Simon und ich haben für den Nachmittag noch einen Ausflug in die kleine Stadt Chamula neben San Cristobal geplant. Mit einem kleinen Chicken Bus kommen wir ohne Probleme dahin. Wir möchten die Kirche besuchen, denn die ist sehr speziell. Hier vermischen sich verschiedene Religionen und Kulturen auf eindrückliche Weise. Es ist eine katholische Kirche, aber wenn man hineingeht, fehlen alle Bänke. Dafür hat es auf den Seiten Tische voll mit Kerzen und viele Familien machen ihre Rituale. Der Boden ist voll mit Nadeln von Tannenbäumen. Hier werden Rituale mit vielen Kerzen durchgeführt. Ausserdem beobachten wir eine Familie, die ein Huhn opfert und als rituelles Getränk wird sehr starker Alkohol und anschliessend Coca Cola getrunken. Es ist ein faszinierender Ort und wir bleiben eine Zeit am Boden sitzen und beobachten das Geschehen. Fotos sind allerdings strikt verboten.

Auch vor der Kirche ist etwas los

Danach telefonieren wir noch mit Simons Freunden und gehen mit dem Bus zurück nach San Cristobal. Wir treffen Mark, Linda und Bryan und geniessen ein sehr feines und authentisches Abendessen ausserhalb der Touristenströme bevor wir ziemlich erschöpft und früh ins Bett gehen. Morgen geht es wieder weiter mit dem Rad in Richtung Guatemala.

Super feines Abendessen

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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Susi

    Ich bin am Zmorge und geniesse Euren spannenden Beitrag. Liebe Grüsse Omimi Susi

  2. Rolf

    Das tönt ja alles mega spannend, danke für den coolen Blogbeitrag.
    Drohnenpilot in der Hängematte ist aber schon ein bitzeli dekadent, oder? 😜😘

  3. Mami Priska

    Wow-wieder einmal grossartige natürliche und kulturelle Eindrücke!!
    Wir waren gestern im Museum für Kulturen und da war ein Teil der Exponate dem bildlichen politischen Ausdruck in Lateinamerika gewidmet – diese Ausdrucksform scheint immer noch hochaktuell zu sein!!

  4. Opru

    Hallo mitenand, scho wieder es Land durchquert und in es neus itaucht. Wiiterhin viel Spass, viel Sunne und Erfahrige. Ihr mached das Super. Opa