Weihnachten unter Palmen

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Aus Cabo San Lucas gibt es nicht viel zu berichten, da wir die meiste Zeit am Rooftop-Pool in unserem Appartmentkomplex verbrachten und entspannten. Zuerst mussten wir aber noch einkaufen gehen. Das war wieder einmal ein Erlebniss und wir verbrachten fast zwei Stunden im Laden. Wir hatten aber auch spezielle Bedürfnisse und verliessen den Laden mit Lebensmittel für 5 Tage und Zutaten für Zopf, Weihnachtsgutzi und sogar etwas importiertem und überteuertem Emmi Raclettekäse. Auf dem Rückweg nahmen wir dann ein Uber, denn wir konnten mit den Einkäufen nicht mehr nach Hause laufen. In der Mitte unseres Urlaubs machten wir noch einen Bootsausflug zur Playa del Amor und Playa del Divorcio, wo sich die Strände vom Pazifik und dem Mar de Cortéz trafen. Bevor es zu den Stränden ging, besichtigten wir vom Boot aus noch einige Felsformationen und sahen sogar einen Buckelwal, obwohl wir die Tour ohne Whale Watching buchten. Am Strand konnten wir zwei Stunden verweilen und das blaue, warme Wasser geniessen bevor wir vom Boot wieder abgeholt und zurückgebracht worden sind. An den Stränden und am Hafen war sehr viel los und es war sehr touristisch. Für unseren Zweck spielt das aber keine Rolle und wir konnten mit gutem Gewissen nochmals zwei Tage am Pool verbringen. Cabo San Lucas hatte nämlich sonst nichts mehr zu bieten was uns angesprochen hätte. 

Der Rooftop-Pool
Ausblick auf Cabo San Lucas
Viel Betrieb am Hafen
Eine private Bootstour zum Arco de Cabo San Lucas und zu den Stränden
Der Buckelwal hat sich nur ganz kurz gezeigt
Viel Betrieb an der Playa de los Amantes
Viel ruhiger wars an der Playa del Divocio

Neben dem Relaxen am Pool nutzen wir auch unsere gut ausgestattete Küche und den Grill auf der Dachterrasse aus und verwöhnten uns kulinarisch. Auch wenn es mit den verfügbaren Zutaten und dem kleinen Backofen etwas schwierig war, bekamen wir doch einen vernünftigen Zopf sowie Schokotaler und Kokosmakkronen zustande. Auch ein wichtiger Punkt im Tagesprogramm waren die Skirennen, die wir jeweils am Morgen nachschauten. Jeweils abwechslungsweise stellten wir uns das Ipad ein, sodass nur jemand das Resultat bereits kannte. Es war auch mal spannend, die Rennen so zu verfolgen.

Sonnenaufgang von der Dachterrasse
Auch Abends ist die Stimmung beim Pool super

Der Abschied von unserem luxuriösen Appartement fiel uns ziemlich schwer. Auch weil der Einstieg zurück auf dem Fahrrad sehr hart war. Gleich zum Anfang ging es mit viel Verkehr steil aus der Stadt heraus und die Sonne brachten uns trotz dem frühen Start schon sehr zum schwitzen. Der ganze Tag war anstrengender als gedacht und auch nicht besonders speziell. Die ganze Strecke nach Todos Santos war ein vierspuriger Highway mit ziemlich viel Verkehr und es ging viel hoch und runter. Ab und zu sahen wir das Meer auf unserer linken Seite aber es waren halt immer noch vier Autospuren dazwischen. In Todos Santos feierten wir die harte Etappe mit einer Glace bevor wir zu unserer Ranch fuhren, wo wir Weihnachten verbringen. Die Ranch hat eine spezielle Geschichte. Sara, Gab und Han haben in Oregon eine Übernachtung gesucht und bei einem freundlich aussehenden Grundstück mit Tipizelt im Garten geklingelt. Nathalie die Frau des Besitzers Hyden war ursprünglich auch aus Belgien und sie haben hier in Todos Santos eine Ranch, die sie am verkaufen sind und über Weihnachten nicht brauchen. So wurden die Belgier nicht nur in Oregon zum Übernachten im Tipi eingeladen, sondern unsere ganze Gruppe auch für die Festtage auf der Ranch in Todos Santos. Das Wiedersehen mit Leti und den Belgiern war auch sehr schön und wir hatten einander viel zu erzählen. Wir fühlten uns sofort wohl auf der Ranch. Es hat zwar nur ein kleines Bett, das Leti übernommen hat. Wir zwei können in einem Tipi übernachten und die Belgier haben einen kleinen Wohnwagen bekommen. Die Küche und das „Esszimmer“ ist alles outdoor aber bei den Temperaturen und dem schönen Wetter hier ist das kein Problem. 

Unsere Christmas-Ranch

Bevor die Weihnachtsparty starten kann, mussten wir noch einen weiteren Grosseinkauf tätigen. Das war gar nicht so einfach und wir waren froh, dass Nathalie uns mit dem Auto mitnehmen konnte. Es waren zwar nur wenige Kilometer aber mit den Velo wäre es dann doch schwierig geworden, Getränke, Eis und Glace heil zur Ranch zu bringen. Auch das Einkaufen selber war eine Herausforderung, denn es gibt hier keinen grossen Supermarkt und so mussten wir für Fleisch, Glace und Alkohol jeweils noch in separate Läden gehen. Für das grosse Festessen am Heiligabend zwangen wir den Anderen eine schweizerische Planung auf und verteilten die Gänge auf die verschiedenen Parteien. Ich kann mit Sicherheit behaupten, dass es sonst ein ziemliches Chaos geworden wäre. Für das Dessert bekamen wir Unterstützung von Jonas und Max. Wir haben die Beiden mit ihrem Camper das erste mal in San Ignacio auf dem Campingplatz getroffen. Tamara und ich haben sie dann in Loreto wieder gesehen und sie haben Leti in La Paz getroffen in ihrem Camper nach Todos Santos mitgenommen. Im Zeichen der grossen Gastfreundschaft, die wir auf unserer Reise erfahren durften, haben wir sie auch noch für Weihnachten auf die Ranch eingeladen. Spontan meldeten sich dann auch noch die Besitzer der Ranch, Hyden und Nathalie, mit der Mutter von Hyden und ihrer Schwester für die Weihnachtsfeier an. So sind wir eine richtige Festgesellschaft und wir müssen alles aus der Küche holen. 

Das Festessen wurde ein voller Erfolg. Wir starteten mit Leti‘s Vorspeisen bestehend aus spanischen Croquetas, Käse, Wurst, Oliven und Tortillachips mit Dipsaucen. Gab begleitete den Apéro mit Cocktails. Sara kümmerte sich um feine Salate mit Avocado und Shrimps. Tamara und ich kochten zum Hauptgang Kartoffelstock mit Grillgemüse und Grillfleisch und zum Dessert servierten Jonas und Max einen Bananen und einen Schokokuchen mit Glace. Nathalie und Hayden brachen noch Instrumente und ein Mikrofon für selbstgemachte Livemusik und Weihnachts-Karaoke mit und so verbrachten wir einen sehr geselligen Heiligabend mit einer gelungenen Garten- und Grillparty unter den Palmen. Natürlich fehlten auch ein paar Sachen im Vergleich zu Weihnachten zuhause. Das Feiern mit der Familie und das traditionelle Essen ist nicht zu ersetzen. Ausserdem vermissten wir auch etwas die schönen Kleider zum Anziehen. 

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum!

Die Bescherung verschoben wir auf den Morgen des 25. Dezembers und nach einem ausgiebigen Brunch packten wir unsere Wichtelgeschenke aus. Es war gar nicht einfach, Geschenke zu finden, die nicht schwer sind und auf der weiteren Veloreise gut mitgenommen werden können, darum schenkten wir uns gegenseitig viel Essbares. Auch die nächsten Tage verbrachten wir grösstenteils auf der Ranch mit Kochen, Essen und Entspannen. Es tut uns allen sehr gut, etwas herunterzufahren und neue Kraft und Motivation für die weitere Reise zu tanken.

Die fast komplette Weihnachtsgesellschaft
Geschenke unter dem Weihnachtsbaum
Das „bekannte“ Hotel California hat nichts mit dem Song der Eagles zu tun
Ausflug zum Punta Lobos
Ein letzter Entspannungstag – dieses Mal als Gäste auf einer anderen Ranch

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Sven Müller

    Super sach! Gelesen uf dr skipiste bi gstaad, wo in dr sunnebreak die ihgforene fiess in de skischueh langsam wiider uftaue.

    1. Simon

      Klasse! Witerhin guets fahre und viel Sunne!